Am heutigen 8. Spieltag der Oberliga konnten die Gmünder aufgrund des Rückzugs des SV Jedesheim die Füße hochlegen und der Konkurrenz zusehen. Dabei drückte man natürlich den Ostalbkollegen in Sontheim und Grunbach die Daumen, die die direkten Konkurrenten der Gmünder (Heilbronn-Biberach bzw. Wernau) zu Gast hatten; zudem hoffte man auf einen Heilbronner Sieg in deren Duell mit der zweiten Mannschaft der Stuttgarter.
Bei optimalem Verlauf hätte die Schachgemeinschaft die Klasse heute bereits auf dem Sofa halten können, doch daraus wurde nichts, da Grunbach Wernau denkbar knapp mit 3,5:4,5 unterlag. Erfreulicher aus Gmünder Sicht gestaltete sich das Ergebnis in Stuttgart, denn die Heilbronner feierten hier einen klaren 6:2 Erfolg. Ein großes Dankeschön geht zudem an die Sontheimer, die den Biberachern eine 5:3 Niederlage zufügten und damit ihren Ostalbkollegen jenseits der A7 eminent wertvolle Schützenhilfe leisteten.
Damit stellt sich die Tabelle vor dem letzten Spieltag in 4 Wochen wie folgt dar: Direkt hinter der Schachgemeinschaft (6 Punkte) rangiert Heilbronn-Biberach mit ebenfalls 6 Punkten, das aber am letzten Spieltag spielfrei hat und daher nicht mehr an den Gmünder vorbeiziehen kann. Unmittelbar dahinter liegen Stuttgart 2 und Wernau mit je 5 Punkten, die am letzten Spieltag aufeinandertreffen. Sollte es in diesem Duell einen Sieger geben, so bliebe die jeweils andere Mannschaft in jedem Fall hinter der Schachgemeinschaft. Im Falle eines 4:4 in dieser Begegnung (und das wäre für die SGEM der ungünstigste Fall) würde selbst eine 1,5:6,5 Niederlage noch für den Klassenerhalt reichen, da man aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches immer noch vor Wernau bliebe.
Auch wenn es mit dem sicheren Klassenerhalt heute noch nicht geklappt hat, sind dies beste Vorraussetzungen, um am letzten Spieltag gegen Ebersbach den Ligaverbleib klarzumachen. Zudem könnte man auch noch im Meisterschaftsrennen eine entscheidende Rolle spielen. Hier liegen Ebersbach und Stuttgart 1, die sich heute 4:4 trennten gemeinsam mit je 9 Mannschaftspunkten an der Spitze, wobei Stuttgart 1,5 Brettpunkte mehr hat. Spannung ist bei der abschließenden zentralen Endrunde am 19. April in Heilbronn also garantiert; es sei angemerkt, dass zumindest theoretisch noch 4 (!) Mannschaften Meister werden könnten, während die 3 abstiegsgefährdeten Mannschaften Gmünd, Stuttgart 2 und Wernau alle noch die Klasse halten können. Lediglich für Grunbach geht es um nichts mehr; zudem steht das spielfreie Heilbronn-Biberach bereits als Absteiger fest. Jeder, der es mit der SGEM hält, darf diesem mit Sicherheit sehenswerten Schachereignis natürlich gerne beiwohnen und seine Teamkollegen moralisch unterstützen.