Start mit knapper Niederlage

Zum Start in die neue Oberligasaison gab es für das Team der Schachgemeinschaft gegen Schmiden/Cannstatt nichts zu holen. „Es hätte schon alles für uns optimal  laufen müssen, um hier etwas mitnehmen zu können“, stellte Mannschaftsführer Andreas Weiss im Nachhinein fest.

Gegen die favorisierten Gastgeber (Spielstärke 2170) war das Gmünder Oberligateam (2137) recht bald in Rückstand geraten, der im weiteren Verlauf der Begegnung nicht mehr egalisiert werden konnte. Recht bald auf Remis einigten sich Gmünds Rekord-Oberligaspieler Josef Jurek (2258 - macht bald sein 250. Spiel für die Schachgemeinschaft) und Mathias Holzhäuer (2178). Vielleicht hätte der Gmünder hier noch ein wenig weiterspielen können, zumal sein Vereinskollege Walter Pohl (2040) schon in eine aussichtlose Position geraten war. Gegen den starken Christian Thoma (2156) hatte er sich schon im fünften Zug vertan und konnte den Verlust nicht mehr aufhalten.

In der Partie auf Augenhöhe zwischen Andreas Hönick (2102) und dem Cannstatter Markus Löhr (2108) gab sich keiner der beiden eine Blöße - das Unentschieden war die logische Folge. Der 19-jährige Arno Reindl (1987) spielte mit viel Respekt gegen den erfahrenen Steffen Eisele (2195), dem er aber ein sicheres Remis abtrotzen konnte. In der späteren Analyse zeigte sich, dass der Gmünder in dieser Partie eine Figur hätte gewinnen können. Schade! Mit dem Rücken zur Wand stand der Gmünder Teamchef Andreas Weiss (2163) gegen Oliver Niklasch (2229). Des Gegners Läuferpaar schien die Partie zu entscheiden, doch dieser findet nicht die entscheidenden Züge und der Gmünder kann sich ins Remis retten. Recht ordentlich war Jewgeny Denisow (2131) gegen Martin Krockenberger (2149) aus der Eröffnung gekommen. Dann passierte ihm ein Fehler, der den Partieverlust zur späteren Folge hatte.

Es stand nun 2:4 aus Sicht der Schachgemeinschaft – ein Punktgewinn war nur noch möglich, wenn die beiden letzten Partien gewonnen werden könnten - was leider nicht mehr möglich war. Zu Beginn der Partie war Gerd Bader (2000) gegen Thomas Wltke (2089) ins Hintertreffen geraten. Doch der Cannstatter findet keinen Gewinnweg, wodurch der Gmünder das Unentschieden retten konnte – der Mannschaftskampf war aber verloren. Eine wirklich meisterhafte Partie spielte Gmünds Großmeister Petr Velicka. Obwohl er schon bald Remis bieten wollte, spielte er nach Hinweis auf die schlechte Gesamtsituation weiter und holte die an diesem Tag einzige Gewinnpartie für sein Team. In seiner Partie hatte er geduldig Zug um Zug seine Position verbessert, einen Bauern gewonnen und diesen Vorteil zum Sieg geführt.

Dieser erste Mannschaftskampf der neuen Saison gegen ein Team, das sicher nicht zu den stärksten der Liga zählt, hat gezeigt, dass die Gmünder alles gegen müssen, um in dieser Saison bestehen zu können.

Impressionen: 
petr-velicka