Erfolgreiche Saison beendet

Gmünder Oberligateam zum Abschluss mit 4:4 gegen Schmiden/Cannstatt

(ta) Bei der zentralen Schlussrunde der württembergischen Oberliga in Stuttgart-Vaihingen konnte das Team der Schachgemeinschaft (10:8) befreit aufspielen, denn das Ziel Klassenerhalt war längst erreicht. Gegen die abstiegsbedrohte Mannschaft von Schmiden/Cannstatt (7:11) gelang ein 4:4-Mannschaftsremis, was in der Abschlusstabelle einen nie erwarteten fünften Platz bedeutet.

Im Finale um die Meisterschaft setzte sich Stuttgart (16:2) mit 6,5:1,5 gegen Weiler im Allgäu (8:10) durch und steigt nach sieben Jahren wieder in die zweite Bundesliga auf. Wer neben Sontheim/Brenz (0:18) als zweites Team absteigen muss, wurde denkbar knapp entschieden. Bebenhausen und Biberach waren sowohl in den Mannschafts- als auch in den Partiepunkten gleich - beide 6:12/ 34,5. Weil aber Bebenhausen in der Schlussrunde den direkten Vergleich mit 4,5:3,5 gewinnen konnte, muss Biberach absteigen. Der letzte Gegner der Gmünder Mannschaft, Schmiden/Cannstatt,  hat sich mit dem 4:4 gerade noch vor dem Abstieg retten können.

Im letzten Gmünder Spiel der Saison war Schmiden/Cannstatt leichter Favorit, was im Spielverlauf aber nicht zu bemerken war. Die fünf zuerst beendeten Partien hatten fünf Unentschieden als Ergebnis. Teamchef Andreas Weiss (2163) und Martin Krockenberger (2174), Andreas Hönick (2102) und Christian Thoma (2156), Josef Jurek (2277) und Mark Trachtmann (2253), Gerd Bader (2000) und Reiner Schnorrberger (1958) sowie Walter Pohl (2041) und Markus Löhr (2135) sorgten für den 2,5:2,5-Zwischenstand. Hier war schon klar, dass es für Arno Reindl (1976) gegen Steffen Eisele (2195) nicht gut ausgehen wird. Der Gmünder hatte sich bei einem Angriff verrechnet und mehrere Bauern verloren.
Wie immer versuchte Petr Velicka (2418) am Spitzenbrett alles, um in Vorteil zu kommen. Nach einem Manöver mit Damenopfer, konnte er einen Bauern erobern, aber sein Gegner Mathias Holzhäuer (2216) konnte durch Dauerschach ins Remis entschlüpfen. Schmiden/Cannstatt  führte jetzt 4:3 und hatte damit den Klassenerhalt schon erreicht.

In der letzten Partie hatte Jewgeny Denisow (2124) mit den schwarzen Steinen spielend gegen Oliver Niklasch (2228) die strategisch bessere Stellung erreicht. In der Folgezeit rechnete der Gmünder auch genauer und konnte später – nach Abwehr des gegnerischen Mattangriffs - einen Freibauern zum Partiegewinn führen – 4:4.

Ein zufriedener Teamchef Andreas Weiss zog danach die Bilanz einer überaus erfolgreichen Gmünder Saison. „Obwohl wir die nominell zweit schlechteste Mannschaft waren, haben wir uns schnell vom Abstieg verabschiedet“, resümierte er. „Wir haben erfolgreich gegen die starken Mannschaften mitgehalten und gegen sie wertvolle Punkte geholt. Unser positiver Teamgeist hat dies ermöglicht“.

In der Tat ist es erstaunlich, was die Gmünder als Vorletzte der Setzliste erreicht haben. Gegen die vier in der Tabelle vor ihnen liegenden Teams haben sie fünf Punkte geholt und nur gegen Meister Stuttgart verloren.

Herzlichen Glückwunsch an den Mannschaftsführer und das gesamte Team.

Impressionen: 
jewgeny-denisow