Weiler zu stark für unser Oberligateam

Bei der 2:6-Niederlage blieb Gmünds Oberligateam chancenlos

(ta) So hoch die 2:6-Niederlage der Gmünder Schachgemeinschaft (7:5) gegen Weiler im Allgäu (6:6) in der sechsten Runde der Oberliga auch erscheinen mag, sie entspricht auf jeden Fall den Kräfteverhältnissen. „In dieser Begegnung waren wir von Beginn an chancenlos“, meinte Mannschaftsführer Andreas Weiß. „Ich wüsste nicht, wie wir ein Unentschieden oder gar einen Sieg hätten erspielen können.“

Die Mannschaft aus Weiler im Allgäu (Spielstärke 2235) setzte zum zweiten Mal ihren Großmeister an Brett eins ein, kam aber nicht in Bestbesetzung. Dennoch reichte ihr Aufgebot allemal aus, um gegen die ersatzgeschwächten Gmünder (2074) an allen Brettern den stärkeren Spieler zu stellen. So war aus Sicht der Schachgemeinschaft mit einer deutlichen Niederlage zu rechnen.

Gleich zu Anfang unterlief Josef Jurek (2268) gegen Vojtech Plat (2514) und Arno Reindl (1954) gegen Benedict Hasenohr (2260) ein Fehler, der jeweils einen Bauern kostete. Dies nutzen ihre erfahrenen Gegenspieler zur 2:0-Führung. Eigentlich sah Paul Held (2148) mit seinem Läuferpaar recht gut in der Partie mit Milan Srba (2177) aus. Doch dieser fand einen Königsangriff, den der Gmünder nicht mehr abwehren konnte – 0:3.

Jetzt folgten die einzigen Partiegewinne für die Gastgeber. Walter Pohl (2029) hatte sich gegen Niklas Wunder (2076) bestens vorbereitet und die Stellung erreicht, in der er sich richtig gut auskennt. Ein erspielter Mehrbauer reichte später zum Gewinn. Ersatzspieler Roland Macho (1919) machte es in seinem ersten Oberligaeinsatz richtig gut. Gegen Frantisek Hosticka (2047) konnte er nach dem Ablehnen eines Remisangebotes in die gegnerische Stellung eindringen und Matt setzen.

Trotz der Verbesserung des Zwischenstandes auf 2:3  war aus  den restlichen drei Partien nicht mehr viel zu erwarten. Lange Zeit hielt Jewgeny Denisow (2103) gegen den starken Thomas Henrichs (2444) die Partie offen, bis dieser sich ein gewonnenes Endspiel sichern konnte. Auch bei Andreas Weiss (2146) sah es gegen Tadeas Balacek (2289) lang ganz gut aus. Der Gegner konnte jedoch Druck aufbauen und sich am Damenflügel entscheidend durchsetzen. Auch die letzte Partie von Gerd Bader (2026) gegen Fabian Wunder (2076) ging nun verloren. Der Gmünder hatte den Königsangriff nur mit Verlust abwehren können und blieb danach chancenlos.

Diese Niederlage ist kein Beinbruch, zumal die Teams, die in der Tabelle hinter den Gmündern stehen, ebenfalls nicht punkten konnten. Somit bleibt der Abstand zu den Abstiegsplätzen unverändert.

Impressionen: 
roland-macho